[Frankfurt-Innenstadt, 27.03.2002]Registratur03 \ Registratur 02Beobachtungen \ Dechiffrierung von Eigenschaften oder Verhaltensweisen bei Menschen oder TierenBemerkungen \ Notizen, Thesen, Meinungen, TatsachenArtefakte \ Elemente einer ausgewählten Teilmenge oder StichprobeZeichen \ Gesellschaftlich relevante Themen und TechnologienStreifzüge durch Frankfurt \ Recreaton \ Style \ Unerwarteter TodSymptom 03. mai 2002: Heute nacht habe ich geträumt, dass Tim, Klaus und ich nachts in Offenbach mit Hilfe eines Nachschlüssels in eine Boutique eingebrochen sind, die in HfG-Nähe in einem Beton-Bungalow war, um den Müll (sic!) mitzunehmen, zwecks späterer, fachgerechter Entsorgung. Wir hatten die Beute schon gesichert, doch plötzlich fing Klaus an, das ganze irgendwie zu verzögern, und es wurde es draussen merkwürdig hell und lauter Menschen rannten durch die Gegend - Demonstranten und Bundesgrenzschutz, der irgendwelche Kontrollen durchführte. Wir schlugen uns auf paramilitärische Art einzeln wieder nach Frankfurt durch. Unterwegs bin ich noch einer Gruppe Tresurbainians begegenet bin, die mich aber nicht erkannten. Dabei kam ich auch am Goldfinger vorbei, wo Achim Szepanski, der gleichzeitig ein komischer Stammgast aus dem Café Firlefanz vor 15 Jahren war, auf eine Frau einredete. Peter Schumann machte Musik, hatte aber das Gesicht von Timo, dem kleinen Bruder von Peter Schnell, der gestern übrigens 35 Jahre alt geworden ist.+++ Niedergeschrieben am 16. April 2002: ... Roberto und Katalina spielten auch eine relativ große Rolle. Ich sah ein Konzert einer asiatischen Teufelsgeigerin, die sich in irgend einer Form an einem Gestell festgebunden hatte. Da sie aber mit dem Bogen in einer Wand hängengeblieben ist, hat sie sich dann losgemacht und sich um 180 Grad gedreht und dann wieder fest gemacht, dabei auch mit uns gesprochen. Wir konnten das nur von außen durch eine enge Türöffnung betrachten, durch ein Glas in der Tür. Mir fiel aber ein, dass sie einen goldenen McLaren fuhr, das stand in der Bunten. ich hatte mit Winnie telefoniert und ihm das gesagt und ihn gefragt, wie gehts Dir denn so in Köln und ich stand dabei auf einem Hof und habe mit dem Handy telefoniert und er sagte, ach so durchwachsen. Ich habe eine unheimlich hässliche Frau gesehen in Begleitung eines relativ hässlichen Mädchens, und das Mädchen war noch nicht wirklich hässlich, hatte aber einen ganz schlimmen Gesichtsausdruck, der dem Bewußtsein entsprungen sein mag, irgendwann auch so hässlich auszusehen wie die Mutter. Das war offensichtlich. Ich war mit einem Menschen unterwegs, der war gleichzeitig Boris Kamp und Hamlet Kuper. Er war irgendwie total betrunken und schlecht gelaunt und hat in einer Kneipe, wo wir vorher mit Leuten irgendwie noch essen waren, noch Schnäpse getrunken. Und dann wollte er, dass ich ihn mit seinem Auto nach Hause fahre. Das Auto war in Offenbach, in der Marienstraße, am Bahndamm vor den Katakomben zwischen den Bäumen geparkt. Ich saß vorne quer und er hat sich hinten reingesetzt, in dem Moment kam die Polizei und hat einen Strafzettel festgemacht, mit vier Mann und fragten, was für einen Führerschein ich hätte und ich sagte, ich habe keinen, der wurde eingezogen, aber ein deutsches Modell. Währenddessen hat der Misch-Mensch irgendwie mit anderen Leuten, unter anderem mit der Frau, die nicht wollte, dass er wegfährt, was ihn in einen Konflikt gebracht hat, die Bäume versetzt und die anderen Autos verschoben und die Umgrenzungen von den Bäumen, die aus Büchern waren, wieder geändert, so dass da ein schöner, großer, offener, freier Platz mit Sand, der Frisch bewegt wurde, zu sehen war. Vorher war ich mit der S-Bahn unterwegs und Martina und irgendwelche Freunde von ihr und ihre Famile und ihr Vater hat auch gelebt, sie war immer furchtbar unzufrieden mit mir und ich habe irgendwann gelacht, als ich gesehen habe, dass ihr Vater seine ältere Tochter kommen liess und mit ihr irgendwelche Sachen machte, sie musste sich auf bestimmte Art und weise hinstellen, aber ich habe dann gelacht, weil ich erkannt habe, dass er er mit ihnen gespielt hat, weil er nur die Brust seiner älteren Tochter im Schattenspiel auf einer Wand betrachtet hat. Davor hatte ich mich mit einer total süßen Frau getroffen, sie war braungebrannt und hatte eine kleine, etwas gehakte Nase, blond, nicht ganz jung, aber zarte Haut, wir hatten uns vorher nur am Telefon gekannt und uns dann, als wir uns gesehen haben, darüber unterhalten, wie wir jeweils aber aussehen. +++ Beim Thema Martina muss man noch erwähnen, der moralische Vorwurf, dass man hinterher versucht, mit ihr Kontakt aufzunehmen oder sogar versucht, die Sache vom Alltag zu trennen, was natürlich auch unmöglich ist; eine ganz schreckliche Sache und geradezu ein beleidigender Akt ihr gegenüber, der natürlich auch wieder in der eigenen Ignoranz und Dummheit begründet wird. +++ Die Frau, die an der Kasse im HL im Oederweg gestanden hat; hat sie auf mich gewartet, hat sie gewartet, bis sie mich registriert, ist sie dann etappenweise in das Café gegangen, mit der Absicht, dass ich ihr folge, weil sie meint, ich hätte registriert, dass sie mir ein Zeichen sendet, oder ist sie einfach nur so da rumgeeiert; wie ist das. Und sie trug einen Hosenanzug, der fast die Farbe ihrer Haut hatte, er war nur etwas dunkler. Ihre Haare, alles war Ton in Ton. Auch ihre Sommersprossen haben überhaupt nicht gestört. Und sie hatte einen niedlichen kleinen Arsch und lange Beine und scheiss Lack-Leder schleibfarbene Stiefelschuhe mit billigen, hohlen Absätzen und ein herbes Gesicht, dass mir eigentlich gar nicht richtig gefallen hat. Aber auch so ein provozierendes, leidendes, glattes, schmerzendes was denkt die sich. Der Idiot! Warum ist der weggegangen, rafft der überhaupt nichts. Eigentlich war der Typ ja eh scheisse. Viel zu jung. Jetzt bin ich schon so konditioniert, dass ich mich nach jedem Absatzklackern umdrehe in diesem Bornwiesenweg. Und im Holzhausenpark steht irgendwie so eine esoterische Gruppe im Halbkreis herum, streckt den rechten Arm nach oben wie so ein verkrüppelter Sonnengruß; bunt sind sie angezogen, geschmacklos, gelb-rot-grau-beige durcheinander wie die letzten Proleten. Die Frau hatte genau das gleiche Gesicht wie dieser eine Typ bei mir auf der Schule, den ich auch schon damals unsympathisch fand, der hatte ein langes, glattes Pferdegesicht mit so einem kleinen Mund und kleinen Zähnen und roten Haaren und herausragenden Backenknochen wie ein Elefantenmensch. ich hätte einfach in dieses Café gehen können, so tun, als würde ich um mich schauen, hinter ihr her, die Treppe hoch, nach links schauen, rechts; links: viele Leute; ich kenne keine Sau; da, sie geht nach rechts, ein bisschen auch nach rechts, zack! neben sie an die Theke gesetzt: Ach, Sie waren doch eben auch in dem Minimal. Sie hätte mich von oben bis unten angeguckt, schräg gemustert: Was will denn der! ein paar freundliche Worte geplänkelt, wieder weggedreht, Handy klingelt (oder sie tut als ob) oder es wäre ein total schönes Gespräch und ich wäre in einem Konflikt, weil ich nach Hause wollte, Wäsche waschen und die Zeit läuft mir davon mit dem Plan und der Stute und dem Goldfinger wo ich die drei Zwillinge sehe und nicht weiss, wie soll ich mich verhalten, sage ich Guten Tag, sage ich nicht Guten Tag, ich schaue in die Luft, sie schauen durch die Luft, also durch mich hindurch, denn ich bin ja die Luft. Sie denkt sicher auch, was war denn das für ein Blöder; erst guckt der so, geiert mir irgendwie auf die Titten, und dann folgt der mir nicht mal nach. Klemmarsch. +++ Ich rase die Welt entlang, auf Fußwegen; die Autobahnen hinunter, halte mich an Menschen fest, remple an Menschen, dränge sie von der Bahn, drehe mich um sie, werde verfolg von Orban und den zwei Zwillingen, und am Schluss sagt jemand: Du sollst es wie die Igel machen, weil ... (und der zweite Teil vom Satz ist mir entfallen). Orban sprach die ganze Zeit, immer, wenn er neben mir war, vom Kunstschaffen an sich, in Form des auf dem Schlitten oder auf dem Ellenbogen oder auf dem ganzen Körper durch die Welt rasen. Man merkt nicht, dass man rast, also man spürt keinen Widerstand, obwohl der Asphalt grau ist. +++ Ich kümmere mich nicht um den Feminismus, der dies und jenes sagt. Lust haben ist reizvoll. (Araki) +++ Menschen wie Martina oder Felicia haben keinerlei eigene Schöpfungskraft und üben keinerlei schöpferische Tätigkeit aus, sondern besetzen ein gewisses Feld, durch reden, Gespräch und Ideologie aquf relativ dogmatischer Ebene. Sobald man dieses Feld betritt, in dem man etwas "schafft" (oder im Rahmen dieses Schaffens) wird das angeprangert, weil es ist nicht gehaltvoll genug oder es ist gehaltlos, oder es hat nichts "damit" zu tun, und dieses Feld wird verteidigt auf Teufel komm raus, weil es ja nicht aus sich heraus existiert, sondern nur als Luftblase, als Gedankengebilde. +++ Was mich beunruhigt ist die Tatsache, dass ich irgendwie die Aufzeichnung meines Traums gelöscht haben muss; es ist eine minutenlange Kaffeehausszene mit S. aus Hamburg zu hören (wenn auch nicht zu verstehen), die meines Erachtens wesentlich später stattgefunden haben musste. ... Meine Vater war in irgendeinem Verschlag, es konnte eine kleine Hütte gewesen sein auf einem Hof, auf dem ich später mit dem Winnie telefoniert haben könnte. Er hatte eine Krankheit und irgendwie hin ich mit der Hand in seinem Oberarm in einer offenen Wunde, aber das schien normal zu sein und zu dieser Krankheit zu gehören.+++ 31. März 2001: Ich habe geträumt, ich hätte wieder angefangen zu trinken; aus irgendeiner unbedachten Situation heraus. +++ Ein richtiger Vollrausch, das ist, als käme jemand in Deinen Körper zu Besuch und macht durch Dich Dinge, die Du selber niemals tun würdest und das sind schöne, unglaubliche Dinge und Du geniesst es und Du wirst später davon erzählen, als hättest Du diese Dinge selbst erlebt und vollbracht. Danach wirft er die lebslose Puppe, die Du geworden bist, bei Dir vor die Haustür. Diese Nächte bringen Dich dem Tod näher, denn so, wie alle Gedanken und Erinnerungen irgendwann verschwinden werden, schwindet auch die Erinnerung an die Nacht. +++ Während C. auf dem Bett liegt und ein Buch von Krichhoff liest, gehe ich auf die Toilette und schneide mir die Pulsadern auf. Ich schreie nicht; irgendwann wird sie durch ein Geräusch aufmerksam werden, wenn mein Körper gegen die Tür rutscht+++ Notiz an 8ern, 27.März 2002: Ich habe das Gefühl, die Begründung für das mit Gewalt durchgesetzte Alleindemonstrationsberüdfnis bzw. -recht, die uns Martina im Goldfinger genannt hat, entspricht nicht ganz den Tatsachen, eignet sich aber hervorragend für eine historische Begründung des Gewaltausbruchs und wird deshalb auch dementsprechend angewendet. Im Bereich einer "Bewegung" ist oftmals eine dogmatische Umsetzung der Interpretationen von Entwicklungen zu spüren, die sich u.U., wenn z.B. all die Gewalt, die einem Volk oder einer Rasse angetan wurde (hier: Frauen), als Rechtsgrundlage für das eigene neurotische Verhalten herangezogen wird, seinerseits Gewalt anzuwenden bzw. um Ein- oder Ausschlüsse zu begründen. Das Faszinierende oder vielmehr Erschreckende dabei ist, dass eine Kritik nicht zulässig ist. Wenn Du dem argumentativ, historisch oder empirisch belegt etwas entgegenbringst, bist Du automatisch ein atavistisches, frauenverachtenden Arschloch, und zwar aus einem tautologischen Schluss heraus. Wenn Du das Dir entgegengebrachte Verhalten psychologisch zu erklären versuchst, bist Du sofort Adolf Hitler, es wird auch keine Diskussion zugelassen, denn mit Leuten wie Dir diskutiert ein Mensch mit Grundsätzen nicht. Es dreht sich halt auch irgendwie im Kreis und die jugendliche Frauenbewegung wie die temporär müllverherrlichende "Show"-Linke, die keine Diskussionsbeiträge von nicht-bekenndend-links-und-müllbewegten Teilnehmern zulässt, ohne überhaupt auf den Inhalt einzugehen, überschneiden sich, denke ich, nicht nur in ihrem gezeigten Verhalten+++ 26. März 2002: Die Welt besteht aus Gut und Böse, die guten Menschen vermehren sich friedfertig-lustvoll und das Verhalten der Bösen, die ihren Partner dominieren, wird schnell negativ aufgeladen und unter Heranziehen verallgemeinerter, teils historisch begründeter Ideale und unter Auschluss einer kritischer Betrachtung verteufelt. Dass es auch Menschen gib, die auf Grund bestimmter Momente ihrer Entwicklung tatsächlich dominiert werden wollen, denen es ein Lustgewinn und somit die Verwirklichung ihrer Identität im realsexuellen Kontext ist, die eigene Macht abzugeben, ist ein tabuisiertes Feld, allenfalls eine Lüge, der atavistische Motive zugrunde gelegt werden. +++ Zurückgeführt wird das meist auf atavistische Motive und Prozesse, mit denen sich die Psychoanalyse und die Forschung nach der Identitätsbildung auseinandersetzten+++ Die feschen Bäckersfrauen sind sehr proper; Beobachtung, Frannkfurt-Rödelheim, 26. März 200+++ Rosen aus Metall, Blumen aus Seife; Fliegender Händler +++ Eine Frau mit extrem hohen Riemchen-Schuhen ist wohin? In einen Schuhladen, natürlich. +++ Frankfurt-Innenstdt, 26. März 200+++ Das dicke, ausländische Mädchen mit den riesigen Klumpfüßen in weissen Schuhen, dass immer von seinem Vater in einem Rosstuhl geschoben wird, ein Mal beobachtet im Kaisersack,m ein anderes Mal an der Konstabler Wach+++ Gedanken und Erinnerungen; 25. März 2002 +++ Konditionierung durch dominante Frauen, bis zurück zur Lehrerin/Mutter. +++ Meine Cousine Dani hatte ein kleines Büchlein, in dem Kinder vor unvorsichtigem Verhalten im Straßenverkehr gewarnt werden sollten durch das aufzeigen der Folgen: Verletzungen, Knochenbrüche, Verbände, Krücken. Diese Buch hat mich ungeheuer fasziniert. +++ Sie beaß ein paar wertlose Sportmedaillen, mit denen wir oft gespielt hatten und die bei mir gGefühle von Neid auslösten, da ich solche nicht hatte. Sie stammten von meiner Tante, einer in Frankfurt nicht unbekannten Hockeytrainerin. Irgendwann habe ich zwei oder drei der Medaillen gestohlen. Bei einem späteren besuch (oder war es später, per Telefon?) wurde ich zur Rede gestellt, aber ich leugnete. Ich bin sicher, dass mir nicht geglaubt wurde, aber das Thema wurde nicht weiter erähnt. +++ Meine Großmutter väterlicherseits wohnte in einem alten Mietkomplex, bestehend aus Vorder- und Hinterhaus und großen, auf ein Kind geradezu riesig wirkenden Doppeltoröffnungen zur Straße. Die Häuser waren vornehmlich von Ausländern und ärmeren alten Leuten bewohnt. Die frühreife Dominanz der gleichaltrigen Ausländerkinder machte mir Angst, dennoch registrierte ich das Gemisch aus Anerkennung und Verachtung, das Enkelkind meiner verhassten Großmutter zu sein und das Kind ihres Kindes, das dieser Umgebung entfkommen konnte+++ 23. März 2002: Ich war an einem anderen Ort, an einem Berg gelegen. Zweimal war es meine Aufgabe, auf diesen Berg zu kommen. Ich glaube, ich bin gelaufen. Ich habe unterwegs irgendwelche Leute getroffen. Ich weiss nicht, ob ich sie schon lange kannte oder kurz vorher erst kennen gelernt hatte. Irgendwas passierte drinnen, in einem Haus+++ Notiz an C. Ness, 20. März 2002: Ich weiss nicht, bei Dir dreht sich immer alles um vetrauen und Freundschaft. Das ist nur nicht unbedingt was, das immer nur von aussen kommen kann bzw. in Wechselwirkung mit der Aussenwelt entstehen muss. Das ist zu, Teil auch eine Sache der inneren Einstellung, ein Gefühl, eine Entscheidung. Ja, ich WILL mich entscheiden, Vertrauen zu schenken und ich fühle mich dabei gut. Kann sein, dass ich damit auf die Nase falle, aber das weiss ich erst, wenn ich es probiert habe. Ich weiss nicht, wass Dir passiert ist, dass Du so misstrauisch gegenüber der Welt bist. ich behaupte überigens, dass andere Dich, wenn sie das Prinzip, nach dem Du funktionierst, durchschaut haben, leicht instrumentalisieren, ausnutzen und schädigen können. Du schaust aber nicht: Wer ist gut, wer ist schlecht, sondern fängst an, das zu analysieren und Dir deine eigenen Schlüsse zu ziehen, was gut oder was schlecht für Dich sei. Ich bin, wie ich bin. ich reiche Dir hier die Hand, da die Hand. Meistens finde ich Dich nicht. Due beharrst abseits davon auf einer irgendwie verschwommenen Freundschaft und einem recht konkreten Vertrauen, das Dir fehlen würde. Ich tu dabei aber eigentlich gar nichts. Ich werde mich auch in meiner Position zu Dir nicht weiter verändern. Du wirst mir nicht mehr vertrauen können auf Grund von Äußerungen oder Handlungen. DU musst das entwickeln. Du bist zu rational bei diesen Überlegungen, auch wenn Du Dir einredest, dem sei nicht so. Das Yoga ist ja auch so eine emotional besetze Ersatzhandlung. Mach doch mal richtigen Sport. Sport, bei dem man nicht in einer Spielgruppe Gleichgesinnter rumeiert. Einen Männersport. Das ist nämlich auch nur so ein Begriff, dem uns die Frauen unter Rückzug in ihr Über-Ich geschenkt haben, weil Kinderkriegen und Sichaushaltenlassen ja auch viel bequemer ist als Mountainbiken. Egal. Ich weiss halt nicht, was Du willst. Ich kann Dir das Vertrauen nicht "schenken". Aber die Welt ist nicht so schlecht, wie Du sie Dir vorstellst. In jeder hinsicht. +++ Klar bedeutet Scharfmachen auch spielen. Sich scharfmachen heisst, die Spielregeln anzuerkennen, aber auch mitzudefinieren. Ist es schlimm, wenn sich zwei erwachsene Menschen in stillem oder ausgesprochenen Einverständnis auf ein Spiel einlassen, in dessen Rahmen man sich scharfmacht, das Spiel zu stützen? Blöd ist halt nur, wenn sich das virtuelle Spielbrett verändert und die Spielsteine Netzstrümpfe und Ohneslip sich in einem realen Spieleabend wiederfinden und verlieren. Warum spielen wir das Spiel nicht mal von vorn? Sie macht sich scharf, zieht Netzstrümpfe, Rock und Stiefel an, vergisst den Schlüpfer und begibt sich auf die Reise. Gehen Sie in das Gefängnis. Gehen Sie direkt dorthin. Ihre Augen werden für den Transport verbunden. Lassen Sie Ihre Arme rechts und links an die Bettpfosten ketten und tauchen Sie ein in das Spiel der Lust. Werfen Sie ihren Kopf von links nach rechts und ziehen Sie an den Fesseln; es wird ihnen nicht helfen. Fühlen Sie die Berührungen, die Zärtlichkeiten, das Eindringen in Ihr Allerheiligstes. Denken Sie nicht mehr. Es gehört zum Spiel. Werfen Sie all die verlogene Scheinmoral über Bord. Vergessen Sie den Blümchensex und die Vorstellung, das hätte etwas mit Liebe und Achtung zu tun. Achtung ist der Feind der Lust und hat nichts mit Respekt zu tun. Geben Sie sich die Größe, Vertrauen zu schenken und vom Netz aufgefangen zu werden. Streifen Sie die unsichtbaren Fesseln an, die Ihnen von der Gesellschaft auferlegt wurden. Das ist gut und dies ist schlecht. Alles Quatsch. Wer Dir schaden will, wird nicht vorher um Erlaubnis fragen.Gehen Sie den direkten Weg. Gehen Sie nicht über einen Spieleabend oder die Irrwege gesellschaftlicher Konvention+++ März 2002: In der Lebensmittelabteilung eines Warenhauses, endlose Schlangen vor den beiden Kassen. Die Kasse vor mir machte zu, kurz bevor ich sie erreicht hatte, es schien irgendein Problem zu geben. Ich machte etwas, es muss etwas Schlimmes gewesen sein. Was, weiss ich nicht mehr. Später fragte mich T., ob ich auch mitbekommen hätte, dass sort so viele Menschen ertrunken wären. In diesem Moment schien ich mieder zu erinnern, ich schämte mich. Jetzt weiss ich nichts mehr +++ Ich hatte ein Handy gestohlen, der Besitzer war ein kleiner Ausländer mit Halbglatze, direkt aus seinem Auto heraus. Es hatte "P.W:" als Logo auf dem Display, was mich sehr amüsierte. +++ P. fuhr gerade sein Auto in die Tiefgarage seines Hauses im Frankfurter Bahnhofsviertel. Die Gegend schien dennoch nicht in diese Stadt zu gehören. Ich irrte durch eine morastige Parkanlage. ich hatte Angst, mit dem gestohlenen Handy von den Wachleuten der Landesbank Hesen-Thüringen, zu der die Anlage gehörte, erwischt zu werden. +++ Meine Tür schien sich nachts geöffnet zu haben, ein Mensch, den ich nicht kannte, stand plötzlich in meiner Wohnung und sagte, er wolle sein Fahrrad holen. Er erinnerte mich an L., als er noch den kleinen Plattenladen in Wiesbaden Ende der Achtzigerjahre betrieb+++ Anfang der Neunzigerjahre: Eine Kneipe in der Wallstraße, B. und ich. Wir saßen mit einem älteren Paar am Tisch, er klein und elegant, sie aufgedonnert. Man kam ins Gespräch, über das alte Boot, das der Herr seit vielen Jahren in Nierderrad liegen hatte. Er sei Künstler, sagte er, und mit einer unendlichen Würde stellte er sich vor: sein Name sei Istvan Laura. Ich glaube ich hatte sie mit dem Auto abgeholt. Wir waren Kinder. In einem Mercedes herumzufahren machte einen irren Spass, denn wir wussten , dass wir eigentlich zu jung dazu waren. Aber so war das in der Werbewirtschaft; man macht etwas nach, das einem die Großen vorgemacht haben. Genauer gesagt , ich hatte gelesen, dass man als Werber Benz fährt und die Banker Porsche. Wolfgang Hering hatte mal die Freundin von Sonja in der Music-Hall auf dem Klo gefickt, Wolfgang Hering war fünfzig. Wir fanden das cool. Danach habe ich B. nach Hause gefahren, wenn ich gefahren bin, werde ich damals nichts getrunken haben und dann habe ich sie auch nicht gefickt. Oder doch? Ist lange her. Sie wollte nie, aber ich bin immer geblieben, wenn ich betrunken war, und wir haben ein bisschen rumgeknutscht. Sie hat immer meine Hand weggeschoben, wenn ich ihr an die Futt wollte. Irgndwann schob ich ihre Hand in Richtung meiner Hose, und da hat sie mir die Hose ausgezogen und ihn in den Mund genommen. Das war Wahnsinn. Sie meinte immer, das sei so anstrengend und wollte es nie lange machen. Sie mochte es, von hinten genommen zu werden. Sie hatte kein so tolles Gesicht, aber wunderschöne Hüften, weichens Fleisch und einen schönen, runden Arsch. Groß waren ihre Titten, wenn sie auf mir gesessen hat und sie massierte, hat mich das total angemacht. Wenn ich nachts besoffen durch Frankurt getorkelt bin, habe ich oft bei ihr geklingelt. Meistens hat sie mich hineingelassen, dann haben wir miteinander geschlafen. Irgendwann hat sie mich ziemlich angemacht für mein asoziales Verhalten, wie später auch C., die Kamerafrrau aus Bockenheim, mit der ich ein paar Jahre später ein ähnliches Spiel trieb, C. hat viel lieber geblasen, eigentlich habe ich sie nur vier, fünf Mal in den Mund gefickt und zwei mal von hinten, sie hatte ein unglaublich enges Loch, obwohl sie nicht besonders klein war und nicht besonders schlank. Sie hatte Warzen an den Fingern, die sie mit Pflastern überklebte und ihre Wohnung hat ziemlich gestunken. Geschminkt hat sie sich an einem winzigen Spiegel, der auf dem Tisch stand. Das Bett war eklig. Als sie mal bei mir war, habe ich ihr die Stiefel angelassen, das hat mich angemacht+++ Sea of Love habe ich 1990 mit irgendeiner Frau im Kino gesehen. Wollte ich was von ihr? Wer war es überhaupt+++ Trennlinien, Gräben, Grenzen: Eisenbahnschienen, ein Fluss der Main; immer wieder und immer mit historisch-lokalem Bezug+ T. aus dem Gymnasium: Der Traum von einem Neubeginn, ich bewunderte ihren Mut zum Neuanfang mit der Tankstelle auf Formentera +++ Hatte ich sie in Standsted mit einem älteren Herrn in einen Wagen steigen sehen, der sie auf dem Parkplatz abgeholt hat?++ Mein Vater: Kampf, Schläge, Hass vor kurzem; Versöhnung, Weinen, Trauer heute. Früher: das Arbeitszimmer im August-Bebel-Ring, aus dessen Regalen mich eine Vielzahl von Leguanen und anderen, fremdartigen Reptilien anstarrten +++ Der Vorwurf: Deine Großmutter liebt Dich sehr, obwohl Du nicht gut zu ihr bist eine Projektion seiner eigenen Abhängigkeit von seiner Mutter steht der Verteufelung der meinen zu Zeiten der Ehekrisen gegenüber +++ Als meine Eltern sich einmal schlugen, habe ich die Polizei gerufe+++ Die immer wiederkehrende Situation, gegen ein bestehendes Verbot Auto fahren zu müssen, immer bis kurz vor die Kontrolle und das Entdecktwerden, mal mit dem Mercedes eine schmale Landstraße zwischen Dörfern entlang, einmal, von einer Ausstellungseröffnung weg, mit einem orangefarbenen Lamborghini, der von einer anderen Person geliehen war, beim mühsamen, aber souveränen Rangieren aus der engen Tür, die Blicke der Besucher heischend. Der Boden im Ausstellungsraum bestand aus Rasen, es gab Getränke+++ An einer Hauswand an der Hanauer Landstraße auf einer mehrere Stockwerke hohen Leiter, die langsam nach hinten kippt, doch kurz vor dem Aufschlag auf den Boden wird mein Fall sanft abgebremst und ich schwebe oder kann aus dem Schwebezustand absteigen; ähnliche Situation auf einem riesigen, altertümlichen Fahrrad in Offenbach, Kreuzung Berliner- und Kaiserstraß+++ Ich fahre mit einem Mädchen eine Rolltreppe hinauf, wir küssen uns, ich verliere das Gleichgewicht und gehe zu Boden, da ich es nicht schaffe, mich an ihr festzuhalten und komme nicht mehr aus eigener Kraft hoch ein Anflug von Tadel berührt mic+++ Meine Mutter räumte inmeiner Abwesenheit meine Küche um und ich finde mich nicht mehr darin zurecht, oder war es die Putzfrau+++ Ich habe ein Büro in einem quadratischen Turm iner alten Fabrik am Hafen, genau wie bei S., der eine sehr angesagte, schicke Zeitschrift herausgab, bei dem der Ort aber ein Trödelbunker voller Elektronik war. Ein Schiff fährt auf ein Wehr oder eine schmale Mole zu, ich kann es aus dem Fenster von hoch oben beobachten, aber es liegt ausserhalb meiner Macht, es zu warnen, oder will ich das nur glauben, es stünde ausserhalb mmeiner macht? Das Schiff stürzt einige Meter nach unten und sinkt. Der Schiffsführer kann sich befreien, Retter in Taucheranzügen waren bereits unterwegs, pfeilschnell und zielgerichtet durchpflügten sie das Wasser. ich lebe in Hamburg oder einem Ort, als den ich mir Hamburg vorstellle.+++ R. feiert bei mir im Büro seinen Geburtstag. Mein Geschenk, dass ich aus mehreren technischen Einzelteilen zusammenbauen wollte (ich glaube, es handelte sich um eine Lampe), wurde nicht rechtzeitig fertig. Es sollte dem Geschenk gleichen, dass er mir zu meinem Geburtstag geschenkt hatte, doch bereits beim Einkauf des Materials in Offenbach war ich mit mir nicht zufrieden.. Ich provoziere M. verbal so weit, dass er mich zu seinem eigenen Geburtstag, zu dem ich bereits eingeladen war, wieder ausgeladen hat, kurz vor dem Explodieren. Später habe ich mich bei ihm entschuldigt. R. tadelt mich durch den Akt, dass er inzwischen kompfschüttelnd das Geschenk selbst zusammen gebaut hat. Ich hatte lauter Menschen aus meinem entfernteren Bekanntenkreis zu R.s Geburtstag bestellt, die überhaupt keinen Bezug zu ihm hatten, so wie Naked G., und sämtliche Getränke in einer einzigen Orgie austrinken. +++ Es gab Probleme mit Speisen und Verhalten und Verwandten. Irgendwas fand in einer großen Hotelanlage statt, ein Ort, von außen weiss und weitläufig, innen mit vielen Treppen und dem Bewusstsein des beobachtet-, überwacht- und bestraftwerden. Kontrolle und Gesetz gegen das Fehlverhalten. +++ Ich war bei der Wunderzahnärztin und wurde mit in Flüssigkeit getränkte Wattestäbchen hinten im Kiefer auf beiden Seiten betäubt, dabei umfasste ich ihre Hüften. War sie meine Mutter+++ Ich lerne ein Mädchen kennen, es hat nur ein Bein. Wir lieben uns einmal, in einen Schlafsack eingewickelt, in einer erdlochartigen Höhl+++ Ein endloses Hinundher, in dessen Mittelpunkt eine echte Prinzessin stand, die vordergründig ein Diskoluder war aber ich fand die gut, obwohl sie einern Freund (so einen BWLer) hatte , dann der Kaiserleikreisel +++ Mein Onkel, dem ich ein Geburtatagsgeschenk kaufen wollte und die Autorenbuchhandlung samt einer mich anhimmelnden Buchhändlerin, in der ich zwei bemalte Teller von Urs Widmer erstanden habe, über die er sich dann überhaupt nicht gefreut hat. Ich bin mit dem Gedanken aufgewacht, wannn haben eigentlich meine Eltern Geburtstag und jetzt ist mir klar, dass ich den 69. Geburtstag meines Vaters vergessen habe, der heute vor zwei Wochen war. +++ Es war nicht der Geburtstag meines Vaters, sondern ich hatte den meiner Mutter vergessen, wie sich später herausstellt+++ Ich erhielt eine paramilitärische Ausbildung. Auf Kommando renne ich los, in einen anderen Raum, links um die Ecke, auf eine unerwartet nahe Wand zu. Viel zu nach für die Hälfte von 100 Metern, denke ich ... Abschlag, Wende, zurück, plötzlich stand L. im Weg, ich ergriff sie, drehte ihren Arm um und werfe sie zu Boden, um mich auf sie zu legen un sic zu küssen. Sie war überrascht, aber es war ihr nicht unangenehm. +++ Ihre Familie musste nach dem Krieg ihren Namen ändern, der im Laufe der Zeit umgangssprachlich von einer Handwerksbezeichnung zu einem anstößigen Ausdruck mutiert war. Ich glaube, er hatt als Kind mit dem Namen große Probleme, später missbrauchte er seine Tochte, sein Trauma in eine Handlung umsetzend. ich denke, sie stand deshalb darauf, gegen ihren Willen zum Sex gezwungen zu werden. Eigentlich ein Traum, aber in der Realität nur zu verwirklichen, wenn man nicht liebt. Mir machte es erst Spaß, als ich bereits ausreichend Hass aufgebaut hatte. +++ Ich musste mehrmals von Ort zu Ort, immer hin und her. Irgendwas fand in einem Gebäude der Polizeigewerkschaft statt, in einem kleinen Ort bei bzw. hinter Wiesbaden. Etwa Schlangenbad+++ 20. März 2002: Eine alte Frau stolperte hinter meinem Rücken über meine Ferse. Später erfuhr ich, dass sie nach zwei Tagen angefangen habe zu spinnen und wenig später gestorben sei. Mir wurde mitgeteild, dass ich jetzt gar keine Chance mehr hätte, jetzt noch mit dieser Geschichte. Das ganze war nicht hier, es war warm, schönes Wetter, irgend ein Basar in einem fremden, orientalischen Land. Der Boden war jedoch feucht, es fiel mir erst später auf. Warum?+++ Ich bin noch ganz klein, Kindergartenalter. Ich renne an der Kreuzung Frankfurter Straße Ecke Kaisersatraße in Offenbach gegen einen älteren Mann mit Stock und finde das total lustig. Der ältere Mann beschimpft mich. ich weiss nicht mehr, wie meine Mutter reagiert hat. Vielleicht habe ich in diesem Moment das frühkindliche Urvertrauen in die Erwachsenen verloren.